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Stress – Dein ständiger Begleiter?

08/12/2019.Feuerlicht.0 Likes.0 Comments

Fühlst Du Dich oft gestresst oder hast das Gefühl, Dir wächst vieles über den Kopf?

Zuerst einmal die gute Nachricht: Stress ist eine vollkommen natürliche Reaktion Deines Körpers auf eine Belastung und erstmal vollkommen okay.

Deine Reaktion stammt noch aus frühen Zeiten: „Damals“ hatten wir Menschen noch andere Probleme. Wir mussten uns ständig um unser Überleben kümmern und dabei war Stress sehr hilfreich: Wir konnten zum Beispiel bei einer Begegnung mit einem Raubtier Höchstleistungen vollbringen. Meistens war dies Flucht oder Kampf.

Diese Probleme müssen wir heute nicht mehr bewältigen. Heute stressen uns zum Beispiel die Arbeit, hohe Erwartungen an uns selbst oder manchmal auch die Teilnahme am Straßenverkehr. Dabei hat jeder seine persönlichen Stressfaktoren, die sog. Stressoren.

Diese sind leider oft nicht mehr so „einfach“ zu bekämpfen wie damals das Raubtier. War das Tier weg, hatte der Urzeitmensch wieder Ruhe. Heute gestaltet sich das schon schwieriger: In vielen Situationen sind, überspitzt gesagt, Flucht oder Kampf nicht möglich. Das bedeutet: Der Stress ist da, aber der Abbau fehlt. Und das führt langfristig zu psychischen und körperlichen Belastungen und kann krank machen. Wir können nicht schlafen, sind anfällig für Infekte, nehmen an Gewicht zu oder entwickeln Depressionen.

Was kannst Du also tun?

Führe Dir erst einmal vor Augen, dass Stress nicht schlecht sein muss. Kurzfristig treibt er uns sogar an, beispielsweise vor einem wichtigen Wettkampf oder einer Prüfung. Das heißt, wir können unseren Stress umwandeln.

Dabei hast Du mehrere Möglichkeiten: Wenn der Stress schon da ist, kannst Du ihn kurzfristig mit gezielten Maßnahmen abbauen. Dabei ist Deine Maßnahme genauso individuell wie Dein Stressor.

Du kannst Dir beispielsweise am Nachmittag oder in der Mittagspause eine Auszeit nehmen und einfach mal Nichts tun. Höre Musik, schaue etwas fern oder blättere in einem Buch.

Wenn Du magst, dann nutze Deine Freizeit für ein Hobby, das du gern machst oder triff Dich mit Freunden oder Deiner Familie.

Möchtest du Frust herauslassen, kannst du auch mit Deinem Fuß aufstampfen, in ein Kissen schreien oder darauf einschlagen.

Dabei solltest Du aber beachten, dass all diese Möglichkeiten kein Muss sind. Wenn Dich Dein Hobby eigentlich noch mehr unter Stress setzt, dann gehe diesem nicht nach. Das ist okay und Du kannst es jederzeit wieder aufnehmen.

Dazu kannst du Stressoren ausschalten, sofern es Dir möglich ist: Fahre nicht zur Rush-Hour Auto, frage den Kollegen, ob er das Radio abschalten kann oder setze Dich in der Schule einfach woanders hin.

Du kannst anfangen, regelmäßig Sport zu treiben, Yoga zu machen oder zu meditieren (eine Anleitung zur Meditation findest du hier).

Außerdem möchte ich Dir noch eine Möglichkeit vorstellen, die Dir dauerhaft helfen kann und Dir sogar ein Leben ermöglichen kann, in dem Du gar keinen Stress mehr empfindest. Dabei kannst Du in drei Schritten vorgehen: Erkennen, Akzeptieren, Verändern.

Fangen wir mit dem Erkennen an: Frage Dich zuerst, was Dich unter Stress setzt und warum. Allein diese Frage kann Dein Stresslevel schon senken.

Manchmal kann es auch sein, dass Du selbst Dein eigener Stressor bist. Vielleicht kennst Du die Gedanken, dass Du nicht gut genug bist, Deine Leistungen nicht ausreichen oder niemand Dich mag. Wenn Du erkannt hast, dass diese Gedanken schädlich für Dich sind, hast du bereits einen großen Schritt geschafft.

Der nächste Schritt ist das Akzeptieren: Kämpfe nicht dagegen an, denn diese Gedanken gehören zu Dir und es ist okay, wenn Du Dich gestresst oder schlecht fühlst. Ich stelle mir dabei gern ein kleines, schimpfendes Männchen vor, das in mir wohnt und nicht ausziehen will. Ich kann es nicht loswerden, also eröffne ich mit ihm eine WG.

Manchmal dauert dieser Schritt eine ganze Weile, aber während Du daran arbeitest, kannst du bereits mit dem dritten Schritt beginnen: Das Verändern.

Wenn du merkst, dass Du einen dieser Gedanken hast, sage Dir selbst laut „Stop“, „Nein“ oder ein anderes Wort, das Dir hilft und denke danach bewusst an etwas Schönes. Dabei geht es nicht nur um Deinen ungeliebten Kopf-Mitbewohner, sondern auch um andere Menschen. Taucht zum Beispiel ein Kollege oder eine Kollegin auf, die Du nicht ausstehen kannst und Du merkst, dass Deine Laune sinkt, sage auch hier „Stop“ und richte Deine Gedanken woanders hin.

Wenn Du dies am Anfang nur selten schaffst, ist das völlig in Ordnung. Übung macht den Meister und schon bald wirst Du sehen, dass diese Gedanken immer seltener werden. Du kannst dann sogar versuchen, Deine eigenen Aussagen positiv umzukehren: Sage Dir selbst „Ich kann das“, „Ich bin gut genug“ oder „Ich bin ein toller Mensch“. Vielleicht schaffst Du es sogar, die Gedanken bei anderen Personen umzukehren und findest das arrogante Benehmen deines Kollegen oder deiner Kollegin irgendwann amüsant statt anstrengend.

Setze Dir dabei aber kleine Ziele: Du musst Dich nicht von heute auf morgen selbst lieben und eine Freundschaft mit Deinem besten Feind aufbauen. Wenn Du an einem Tag nur einen Gedanken umkehren konntest, ist das schon ein großer Erfolg. Und auch wenn es mal ein paar Tage gar nicht klappt, ist das okay. Atme tief durch und fange morgen noch einmal an.

Und das wichtigste zum Schluss: Belohne Dich, wenn es gut läuft. Kaufe Dir etwas Schönes, gönne Dir deine Lieblingsschokolade oder fahre endlich mal an diesen Ort, wo Du schon immer hin wolltest.

Wie bekämpfst Du Deinen Stress? Hast Du andere Strategien oder Möglichkeiten? Schreibe mir gern; Du erreichst mich ganz einfach über das Kontaktformular!

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